Rezension: „You’ve reached Sam“ von Dustin Thao

Einfach mal ein bisschen weinen. Oder auch ein bisschen viel. Wer nach einem Buch sucht, bei dem das der Fall ist, dem kann ich „You’ve reached Sam“ auf jeden Fall nur ans Herz legen.

TW: Trauer, Tod

Zum Klappentext:

Seventeen-year-old Julie Clarke has her future all planned out—move out of her small town with her boyfriend Sam, attend college in the city; spend a summer in Japan. But then Sam dies. And everything changes. Heartbroken, Julie skips his funeral, throws out his belongings, and tries everything to forget him. But a message Sam left behind in her yearbook forces memories to return. Desperate to hear him one more time, Julie calls Sam’s cell phone just to listen to his voice mail recording. And Sam picks up the phone.

The connection is temporary. But hearing Sam’s voice makes Julie fall for him all over again and with each call, it becomes harder to let him go.

What would you do if you had a second chance at goodbye?

Ich denke, viele die jemanden verloren haben, haben darüber nachgedacht, was sie gerne noch gesagt hätten, um sich zu verabschieden. Vor allem wenn ein Tod so plötzlich und unerwartet ist, wie der von Sam in „You’ve reached Sam“, und man sich nicht darauf vorbereiten konnte, fällt es schwer zu begreifen, dass dieser Mensch plötzlich für immer fort ist.

Ich kann, um ehrlich zu sein, nicht viel zu diesem Buch sagen. Es ist zweifellos großartig und ich habe noch nie so viel bei einem Buch geweint, wie es bei diesem der Fall gewesen ist.

Ich habe vor einem halben Jahr, den wichtigsten Menschen in meinem Leben verloren und dachte, mittlerweile müsste ich weiter leben können. Die Wahrheit ist, es ist immer noch sehr, sehr schwer. Und da es schwierig ist zu erklären, wie ich mich fühle, habe ich angefangen, nach Büchern zu schauen, die mich verstehen. Und Dustin Thao hat es ziemlich gut geschafft, meine Gefühle zu beschreiben. Auch, wenn es jedes Mal eine Wunde in mir wieder öffnet, fühlt es sich beinahe therapeutisch an, in diesem Fall mit Julie, zu trauern. Ich bin auf eine Überschrift zu einem Artikel über „You’ve reached Sam“ gestoßen, in der die Worte „therapeutic cry“ vorkamen, ziemlich passend.

Um zum Punkt zu kommen, dieses Buch auf jeden Fall eine Herzensempfehlung von mir an jeden, der nach einem Buch sucht, das einem zum Heulen bringt, aber auf eine schöne Art. Auf eine Art, bei der man sich an das Buch erinnert und einen Teil davon mitnimmt.

Aber wer gerade erst jemanden verloren hat und sich nicht mit der Trauer von anderen auseinandersetzen möchte (was vollkommen okay ist, weil Trauer individuell ist, jeder trauert auf seine Weise), der sollte das Buch vielleicht lieber nicht lesen.

Ich möchte mich hier aber nicht nur an dem Thema Trauer aufhängen, es ist nur einfach für mich der Grund gewesen, das Buch zu lesen, und ich bin froh darüber.

Natürlich ist das Cover auch ein absoluter Blickfang und der Schreibstil von Dustin Thao ist auch einfach nur wunderschön, weswegen ich auf jeden Fall gespannt darauf warte, ob Thao ein weiteres Buch veröffentlichen wird, „You’ve reached Sam“ ist nämlich sein Debütroman gewesen und ich hoffe sehr, das weitere folgen werden.

5+/5

Preis (Hardcover): 18,39 €

Seiten: 296

ISBN: 978-1250762030

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