„Stolen“ von Emily Bold

|Unbezahlte Werbung| Zu Weihnachten hat mich von der Buchmarketing Agentur Mainwunder überraschend eine Box mit drei Büchern und ein paar Goodies erreicht und eins dieser Bücher ist glücklicherweise „Stolen-Verwoben in Liebe“ gewesen.

Zum Klappentext:

Wenn der erste Junge, den du küsst, deine Seele stehlen will, dann läuft etwas gewaltig schief. So wie bei Abby Woods. Sie hat schon viele Fehler begangen. Diese haben sie nach Darkenhall geführt, eine Londoner Schule, die sich rühmt, auch aus den unbezähmbarsten Schülern bessere Menschen zu machen. Als sie dort dem charismatischen Tristan und seinem geheimnisvollen Bruder Bastian begegnet, begeht sie einen noch viel größeren Fehler. Sie stiehlt Bastians Ring, nicht ahnend, welche Kraft sie damit entfesselt. Denn die Tremblays sind keine gewöhnlichen Schüler, und der Ring kein einfaches Schmuckstück. Abby gerät in große Gefahr und sie muss erkennen: Einen Tremblay küsst man nicht.

Der Schreibstil von Emily Bold hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen, ich bin gut durch das Buch gekommen, ohne Längen oder ähnliches und kann es ehrlich gesagt kaum erwarten, bis Teil zwei am 23.Februar 2021 erscheint! Die Kapitel haben eine optimale Länge und durch einen Perspektivwechseln in den Kapitel wird eine zusätzliche Spannung in die Geschichte gebracht.

Die Idee der Geschichte gefällt mir total super, weswegen ich auch so darauf brenne, den nächsten Teil in den Händen zu halten. Ich muss aber gestehen, zu Beginn ist mir der Einstieg in die Welt des Buches etwas schwer gefallen, was nichts mit dem Schreibstil der Autorin zu tun hat, sondern eher weil ich Schwierigkeiten hatte, das Fantasyelement im Buch zu verstehen, da immer nur Ausschnitte davon zu lesen waren, das hat sich aber circa in der Mitte des Buches gelegt, als die Hauptprotagonistin Abigail eingeweiht wurde, womit man als Leser auch aufgeklärt worden ist.

Alles in allem ist es sehr mitreißend und gut miteinander verknüpft, wobei der Titel „Verwoben in Liebe“ den Inhalt perfekt beschreibt.

Die weibliche Hauptprotagonistin Abigail ist mir grundsätzlich sympathisch, sie ist rebellisch und lässt sich nichts gefallen, was ich gerne mag, weil es eine willensstarke Charakterin zeigt. Allerdings fand ich sie zu Weilen auch anstrengend, da sie oft ihre Interessen über die von anderen stellt, ungeduldig ist und nicht weit genug denkt. Ich habe leider nicht mehr im Kopf wie alt Abigail ist, etwas, was vielleicht manches Verhalten erklären könnte, aber grundsätzlich war sie mir so manches Mal zu unreif.

Bei Tristan und Bastian ist es ähnlich.

Auf der einen Seite ist Tristan wirklich schlau und wirkt reif, auf der anderen Seite handelt er ebenfalls ohne Konsequenzen zu beachten und denkt in ernsten Situationen nur daran, Abigail zu küssen, auch wenn es viel (vieeeeel) wichtigere Probleme zu dem Zeitpunkt gibt, die mir als Leser schon Bauchschmerzen bereitet haben, obwohl es mich nicht persönlich betrifft.

Bastian dagegen ist schon beinahe zu reif. Ein gewaltiges Familienerbe lastet auf ihm und er hat viel Verantwortung zu tragen und wirkt in der ersten Hälfte des Buches einfach nur griesgrämig, was sich zwar beides begründet erklärt, aber dennoch nervt. Dabei ist er nur ein Jahr älter als Tristan, die mir mehr wie fünf Jahre vorkommen.

Ich kam auch nicht umhin, bei der Beziehung zwischen Abigail und einem der beiden Herren (ich spoilere natürlich nicht, um wen es sich handelt) an Bella und Edward aus Twilight zu denken. Eine aussichtslos erscheinende Liebe, beide sind süchtig nach dem anderen, er weil er an ihre Seele will und sie, weil er ein magisches Wesen ist, das ungewöhnlich aussieht, wenn es die Kontrolle verliert. Grundsätzlich finde ich das nicht negativ, aber das typische Gefühlschaos und hin-und-her kann auch schnell nervig sein.

Diese ganzen negativeren Aspekte, die vor allem die Protagonisten betreffen, werden aber durch ein wirklich gutes Ende und einen wirklich guten Cliffhanger wieder wett gemacht, der mich zwingt, die Tage bis zum zweiten Band der Trilogie zu zählen.

Alles in allem ist der Auftakt der Reihe wirklich empfehlenswert, auch wenn ich es eher jüngeren Lesern empfehlen würde, das Buch ist schließlich auch ab zwölf Jahren zu lesen.

Unter Berücksichtigung, dass es sich eigentlich an ein jüngeres Publikum als mich wendet (auch wenn man es natürlich auch lesen kann, wenn man älter ist, es handelt sich hier schließlich nicht um Richtlinien, sondern um Empfehlungen), vergebe ich 4/5.

Preis: 18,00 €

Seiten: 432

ISBN: 978-3522506595

Felicity

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