„Ein Kleid aus Seide und Sternen“ von Elizabeth Lim

Diese Rezension habe ich etwas länger vor mir hergeschoben, das Buch habe ich tatsächlich schon vor mehr als drei Wochen beendet, jedoch fiel mir die Bewertung ziemlich schwer, weswegen diese Rezension mit etwas Verspätung kommt.

Zum Inhalt:

Maia Tamarin träumt davon, die beste Schneiderin des Reiches zu werden. Sie lernt diese Kunst von ihrem Vater und ist sehr begabt, aber als Mädchen ist ihr die Ausübung dieses Berufes untersagt. Als der Kaiser einen Wettbewerb um den Posten des Hofschneiders ausruft, fasst sie einen gewagten Plan: Verkleidet als Junge reist sie unter dem Namen ihres Bruders an den Hof, um für ihren Traum zu kämpfen. Unter den zwölf Schneidern, die sich bewerben, herrscht hohe Konkurrenz, das Leben am Hof ist von Intrigen bestimmt – und keiner darf Maias Geheimnis erfahren, denn dann erwartet sie der Tod. Doch schon bald zieht sie die Aufmerksamkeit des geheimnisvollen Magiers Edan auf sich: Er scheint ihre Verkleidung zu durchschauen. Und Maia braucht seine Hilfe, um die schier unmögliche letzte Aufgabe des Wettbewerbs zu erfüllen: Sie muss drei magische Kleider für die kaiserliche Prinzessin nähen, die aus Elementen der Sonne, der Sterne und des Mondes gewirkt sind. Zusammen mit Edan begibt sich Maia auf eine gefährliche Reise, die sie fast alles kostet, was ihr lieb und teuer ist …

Der Inhalt erinnert an „Mulan“ was bei mir von Anfang an für eine gewisse Erwartungshaltung gesorgt hat, da es sich bei „Mulan“ um meinen Lieblingsdisneyfilm handelt. Bis auf die letzten 50 Seiten hat die Geschichte meine Erwartungen auch mehr als übertroffen, aber dazu später mehr.

Der Schreibstil von Elizabeth Lim hat mir total gut gefallen (was mich sehr freut, da ich noch ein weiteres Buch von ihr auf meinem SuB liegen habe), sodass man gut in die Geschichte eintauchen konnte. Die Kapitel haben eine optimale Länge, sie sind weder zu lang, noch zu kurz und der Schreibstil war angenehm flüssig.

Auch in die beiden Hauptprotagonisten Maia und Edan habe ich mich verliebt, besonders in Edan, welcher auf meiner Bookboyfriendliste (ja, die existiert) momentan den ersten Platz belegt, wodurch Jae-yong aus der „LOVE NXT“-Trilogie auf Platz zwei rutschen musste.

Mit Maia habe ich komplett mitfühlen können, mir wäre es in vielen Momenten genauso wie ihr gegangen und ich hätte ebenso wie sie gehandelt, was mich noch mehr als ohnehin schon an die Geschichte gefesselt hat.

Maias magische Schere

Die Story, die Handlung des Buches war für mich absolut perfekt, und ich war mir so sicher, dass „Ein Kleid aus Seide und Sternen“ sowohl ein Jahreshighlight, als auch mein neues Lieblingsbuch werden könnte.

Doch dann kamen die letzten 50 Seiten, der letzte eingeteilte Leseabschnitt, und er hat mich so enttäuscht. Die Handlung hat plötzlich deutlich an Geschwindigkeit zugenommen, es ist sehr viel auf einen Schlag passiert, sodass man kaum Zeit hatte, das Geschehene richtig zu verarbeiten.

Charaktere haben Handlungen vollzogen, die, aus meiner Sicht, keinen Sinn gemacht haben und einige Szenen waren auch ziemlich verwirrend, was im starken Kontrast zum restlichen Buch steht, wo es derartige Momente nicht gegeben hat.

Positiv erwähnen muss ich, dass es am Ende keinen schlimmen Cliffhanger gegeben hat. Offen war das Ende natürlich, schließlich kommt am 29.Juli diesen Jahres der zweite Band heraus, auf den ich mich selbstverständlich trotzdem schon sehr freue, aber es ist kein Ende gewesen bei dem man sich verzweifelt den zweiten Band herbeisehnt, weil man das Warten nicht aushalten kann.

Die Bewertung fällt mir bei diesem Buch ziemlich schwer, da ich bis auf die letzten 50 Seiten komplett begeistert gewesen bin.

Von mir gibt es dennoch 5/5.

Felicity

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